Honeywell EPLCG – Überblick und Position im TDC 3000
Das EPLCG ist Bestandteil der TDC 3000 Local Control Network-Architektur von Honeywell. Laut dem Honeywell EPLCG-Planungs-, Installations- und Servicehandbuch läuft es mit einer unveränderten Hiway Gateway-Software und verwendet ähnliche Hardware.
Das Gateway ist in einem Standard-TDC-3000-Doppelknotenmodul untergebracht, das mit dem LCN verbunden ist. In der EPLCG-Architektur werden die herkömmliche Datenschnittstellenkarte und ihre E/A-Karte durch eine erweiterte programmierbare Steuerungsschnittstellenkarte (EPLCI) und eine EPLCI-E/A-Karte ersetzt. In einigen Konfigurationen können die bisherigen PLCI-, PLCI-E/A-Paddleboards und das Relaisfeld weiterhin verwendet werden, jedoch stehen dann die in EPLCI integrierten Funktionen nicht zur Verfügung.
Seine Position im System liegt zwischen dem TDC 3000-Überwachungsnetzwerk und externen, SPS-gesteuerten Geräten. Das EPLCG fungiert daher als Kommunikationsgateway und nicht als analoges oder diskretes Feld-E/A-Modul. Es überträgt SPS-Informationen, sodass das TDC 3000-System konfigurierte Daten über seine etablierte Bediener- und Steuerungsumgebung überwachen und verarbeiten kann.
Honeywell dokumentierte sechs EPLCG-Konfigurationen:
Nichtredundante Gateways MP-NEPLC3 und MP-NEPLC5
Redundante Gateways MP-REPLC3, MP-REPLC4, MP-REPLC7 und MP-REPLC8
Diese Modellnummern bezeichnen komplette Gateway-Systeme, nicht nur einzelne Leiterplatten. Bei der Auswahl müssen Protokoll, Redundanz, E/A-Hardware, Verwendung von Relaisfeldern und CE- bzw. Nicht-CE-Ausführung berücksichtigt werden.
Technische Architektur und wichtige Spezifikationen
Eine EPLCG-Baugruppe umfasst LCN-Schnittstellenhardware, eine EPLCI-Gateway-Leiterplatte, den entsprechenden E/A-Adapter, Modulstromversorgungskomponenten und konfigurationsspezifische Kabel. Redundante Installationen verwenden separate primäre und sekundäre Gateways.
Honeywell weist darauf hin, dass die beiden Komponenten eines redundanten Paares nicht im selben Dual-Node-Modul installiert werden dürfen. Andernfalls könnte ein Ausfall der Backplane beide Gateways beeinträchtigen und den Zweck der Redundanz zunichtemachen. Die Module werden üblicherweise nahe beieinander montiert, da die Verbindungs- und Relaispanel-Kabel festgelegte Längenbeschränkungen aufweisen.
Parameter | Bestätigte Spezifikation |
Steuerungsplattform | Honeywell TDC 3000/TDC 3000X LCN |
Manuelle Softwareebene | TDC 3000X Release 430 |
Installationsformat | Standard-Doppelknotenmodul |
Ungefähre Abmessungen | 17 × 48 × 61 cm |
Ungefähres Gewicht | 21,5 kg pro Doppelknotenmodul |
Optionen für die Klimaanlagenversorgung | 120, 220 oder 240 V Wechselstrom, +10%/−15% |
Versorgungsfrequenz | 47–63 Hz |
Betriebstemperatur | 0–50 °C |
Empfohlene normale Umgebung | 25 °C bei 40–50 % relativer Luftfeuchtigkeit |
Betriebsschwingungsgrenze | 1 g |
SPS-Kommunikationsanschlüsse | Zwei serielle Schnittstellen |
Unterstützte Portprotokolle | Modbus RTU oder Allen-Bradley, je nach Konfiguration |
Wählbare Portgeschwindigkeiten | 50 bis 19,2 kbaud |
Werkseitige Porteinstellung | 9.600 Baud mit ungerader Parität |
Maximale direkte Kabeldistanz | 15 Kabelmeter oder 50 Kabelfuß |
Unterstützte SPS insgesamt | Bis zu 16 SPS pro EPLCG-Konfiguration |
Redundante Verbindung zwischen den Platinen | Asynchrones EIA-422 bei 38,4 kbaud |
EPLCI-Verbindungskabel | Feste Länge von 3 Metern |
Das EPLCG kommt zum Einsatz, wenn ein bestehendes TDC 3000-System Anlagen überwachen muss, die von separaten SPSen gesteuert werden. Sein praktischer Nutzen liegt in der Möglichkeit, die lokale SPS-Steuerung beizubehalten und gleichzeitig ausgewählte Betriebsinformationen in die etablierte Prozessleitsystemumgebung (DCS) der Anlage zu integrieren.
Eine Prozessanlage kann beispielsweise eine SPS-gesteuerte Kompaktmaschine, ein Hilfssystem oder eine unabhängige Anlageneinheit umfassen, die vom zentralen Kontrollraum aus überwacht werden muss. Das EPLCG stellt die Kommunikationsschicht zwischen diesem SPS-Subsystem und dem TDC 3000 LCN bereit.
In Raffinerien oder Chemieanlagen ermöglicht diese Architektur die Kommunikation mit unabhängig gesteuerten Anlagen, ohne dass die gesamte lokale Logik in das Prozessleitsystem (DCS) übertragen werden muss. In Kraftwerken lässt sich dasselbe Prinzip auf ein SPS-basiertes Hilfssystem anwenden, dessen Status für die Bediener des TDC 3000 sichtbar sein muss.
Dies sind technische Beispiele, die auf der dokumentierten Gateway-Funktion basieren. Das erwähnte Honeywell-Handbuch nennt keine spezifischen Kunden, Werke oder Projektfallstudien.
Bevor Sie Komponenten für Honeywell-Steuerungssysteme bestellen, notieren Sie sich das vollständige EPLCG-Modell und überprüfen Sie die installierte Hardware. Nützliche Identifikationsmerkmale sind:
EPLCI- oder PLCI-Platinen-Teilenummer und Revision
I/O Paddleboard Teilenummer
CE- oder Nicht-CE-Modulkonstruktion
Relaisfeld-Anwesenheit und Pinbelegung
Portprotokoll, Baudrate und Parität
Primäre oder sekundäre Gateway-Rolle
TDC 3000 Software-Version
Teilenummern der LCN-Schnittstellenplatine
Kabelnummern, Stecker und Längen
Ein PLCG und ein EPLCG dürfen nicht als primäres und sekundäres Mitglied eines redundanten Gateway-Paares kombiniert werden. Redundante EPLCI-Karten müssen zudem über die gleiche Pinbelegung verfügen. Ähnliche Frontplatten oder Steckverbinder gewährleisten keine Kompatibilität.
Bei Kommunikationsproblemen überprüfen Sie bitte das serielle Kabel, das Modem bzw. die Kommunikationsschnittstelle, die Baudrate, die Parität, die Protokollauswahl und die SPS-Adressierung, bevor Sie eine Karte austauschen. Prüfen Sie gegebenenfalls die Kommunikationsstatistiken und Fehleranzeigen des Gateways.
51400997-200 – EPLCI-Gateway-Leiterplatte: Honeywell führt diese 14 × 14 Zoll große Gateway-Leiterplatte für alle EPLCG-Modelle. Trotz ihrer breiten Anwendung in EPLCG-Systemen müssen Platinenrevision, Firmware-Anforderungen und Pinbelegung weiterhin überprüft werden.
51402615-200 – K2LCN-Leiterplatte mit 2 MW: Diese LCN-Leiterplatte ist ausdrücklich als Ersatz für 51401551-201 aufgeführt. Diese dokumentierte Zuordnung gilt nur für die angegebenen Leiterplattennummern und sollte nicht auf andere LCN-Leiterplatten ausgedehnt werden.
51196074-100 – EPLCI-zu-EPLCI-Verbindungskabel: Ein festes drei Meter langes Verbindungskabel, das in redundanten EPLCG-Systemen ohne Relaiskarte verwendet wird.
51304812-100 – Non-CE EPLCI I/O Adapter: Eine Paddleboard-Platine mit Kunststoff-Ausziehclips, nur für Non-CE-Module ohne Relaiskarte dokumentiert.
51304812-200 – CE EPLCI I/O-Adapter: Die Version mit Metallfrontplatte ist für CE-gekennzeichnete Module vorgesehen. Sie darf nicht mit dem Nicht-CE-Adapter verwechselt werden, der lediglich auf der gleichen Basisnummer basiert.
51304421-200 – PLCG-Relaisfeld: Wird in entsprechenden redundanten Konfigurationen verwendet und ist als Ersatz für 51304421-100 dokumentiert. Es wird nicht in nichtredundanten EPLCGs oder redundanten EPLCG-Systemen mit redundanter Allen-Bradley-Kommunikation verwendet.
Das EPLCG bleibt überall dort relevant, wo eine TDC 3000-Installation auf die Kommunikation mit SPS-gesteuerten Geräten angewiesen ist. Eine sorgfältige Überprüfung der Gateway-Konfiguration und der zugehörigen Automatisierungsersatzteile kann Kompatibilitätsfehler reduzieren und die Wartung älterer Prozesssteuerungskomponenten unterstützen.
Moore Automation unterstützt Sie bei der Modellidentifizierung, Verfügbarkeitsprüfungen, Lieferzeitanfragen und Angebotserstellung. Kunden können vor dem Versand auch Fotos oder Videos des Artikels anfordern, um Etiketten, Anschlüsse, Frontplatten und den physischen Zustand zu vergleichen.

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