Verbindung von Hochgeschwindigkeitsstromversorgung und Prozessautomatisierung
In der anspruchsvollen Welt der modernen Leistungselektronik benötigen Industrieanlagen Steuerungssysteme, die außergewöhnlich zuverlässig, schnell und präzise arbeiten. Das AC 800PEC von ABB zeichnet sich als High-End-Prozessleitsystem aus, das speziell entwickelt wurde, um die Lücke zwischen Hochgeschwindigkeitselektronik und traditioneller Industrieautomation zu schließen. Durch die Integration modularer Hardware und einer flexiblen Architektur bietet es eine robuste Plattform, die alles von schnellen Leistungsumrichtern bis hin zu standardmäßigen, langsameren Anlagenprozessen wie Kühlkreisläufen und Anlagenkomponenten abdeckt.
Unübertroffene Leistung durch optische Innovation
Die herausragende Stärke des AC 800PEC liegt in seiner außergewöhnlichen Rechenleistung und optimierten Hardwarekonfiguration. Ausgestattet mit einem leistungsstarken 750-MHz-RISC-Prozessor mit 64-Bit-Gleitkommaeinheit, bietet der Controller eine unglaubliche analoge und digitale I/O-Zykluszeit von nur 25 Mikrosekunden für schnell reagierende Aufgaben. Um elektrische Störungen zu eliminieren und maximale Sicherheit in rauen Industrieumgebungen zu gewährleisten, erfolgt die gesamte interne Kommunikation zwischen dem Controller und seinen I/O-Modulen ausschließlich über optische Verbindungen. Diese Glasfaserarchitektur macht elektrische Verbindungen überflüssig und unterstützt bis zu 36 bidirektionale PowerLinks.
Intelligente dreistufige Softwarearchitektur
Um komplexen industriellen Umgebungen gerecht zu werden, implementiert der AC 800PEC eine intelligente, dreistufige Softwarestruktur, die für unterschiedliche Betriebsanforderungen optimiert ist. Stufe 1 verwaltet die Überwachung von Prozessabläufen und die Anlagennetzwerkfunktionen mithilfe von Standard-Programmierwerkzeugen gemäß IEC 61131-3. Stufe 2 verarbeitet schnelle Regelkreise und Schutzfunktionen mit Zykluszeiten unter wenigen Millisekunden und ist nahtlos in MATLAB und Simulink integriert. Stufe 3 arbeitet direkt auf einem FPGA-Chip mit einer ultraschnellen Zykluszeit unter 100 Mikrosekunden, um zeitkritische Hardwarefunktionen wie Pulsweitenmodulatoren zu realisieren.
Vielseitige Module und globale Vernetzung
Die Vielseitigkeit des Systems wird durch die große Auswahl an spezialisierten Remote-I/O-Modulen und die hervorragende Feldbus-Konnektivität weiter gesteigert. So ermöglichen beispielsweise die Combi-IO- und Messschnittstellenkarten eine ultraschnelle Spannungs- und Strommessung. Die dedizierten PEBB- und INT-Schnittstellensysteme bieten die direkte Ansteuerung moderner IGBT- und IGCT-Umrichter. Auf der Kommunikationsseite ermöglichen integrierte Ethernet-Ports und flexible AnyBus-S-Steckplätze die nahtlose Anbindung des Controllers an lokale Prozesspanels und gängige industrielle Feldbusnetzwerke wie Profibus, Modbus und CANopen.
Optimierung des Engineering-Workflows
Letztendlich hat ABB ein vollständiges, integriertes Software-Ökosystem geschaffen, das den gesamten Engineering-Workflow von der Entwicklung bis zur Wartung vereinfacht. Von der ersten Anwendungsprogrammierung mit Control Builder M bis hin zur detaillierten Simulationsüberwachung mit dem PC-basierten Inbetriebnahmetool PECView haben die Bediener die volle Kontrolle über ihre Anlagen. Durch die Kombination von Hochgeschwindigkeits-Leistungselektronik und herkömmlicher Prozesslogik in einem modularen, energieeffizienten Paket, das ohne Zwangskühlung auskommt, setzt der AC 800PEC neue Maßstäbe für industrielle Produktivität und langfristigen Betriebsgewinn.

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